Politisches Konzept in Bremen

Für die Grundschulen wurden schon vor einigen Jahren von Olav van Gerven auf Initiative der Stadt die special projects gegründet. Dieses Projekt ist  eine städtische pull-out- Maßnahme für  besonders begabte Grundschulkinder.

2009 wurde die inklusive Schule für alle SchülerInnen in Bremen eingeführt. In diesem Rahmen gab es eine Neufassung des  Schulgesetzes, in dem geregelt wird, dass in Bremen alle SchülerInnen in all ihrer Verschiedenheit gemeinsam lernen sollen.(§3, Absatz 4). An anderer Stelle soll das...Zusammenwirken...mit dem Ziel der größtmöglichen Konsensbildung auch unterschiedlicher Interessen und Positionen... verwirklicht werden. (§3, Absatz3).

Der Schwerpunkt der Inklusion und der Initiative "Eine Schule für alle" liegt sowohl in Theorie, wie auch in Praxis aber eindeutig bei Kindern mit erhöhtem Förder- bzw. Sonderschulbedarf.

2010 wurden in Bremen von der Senatorin für Bildung, Wissenschaft und Gesundheit Zentren für unterstützende Pädagogik (ZuP) gegründet. Das sind Pädagogen an diversen Schulen, die sich mit den Belangen von SchülerInnen auseinandersetzen sollen. Auf der homepage der Senatorin heißt es hierzu: " ... Gruppe von Fachkräften, die sich um die Förderung aller Schüler und Schülerinnen kümmert und der Schule hilft mit der Vielfalt der Schülerschaft umzugehen."

Eine Übersicht über die Schulen, die über entsprechende Fachkräfte verfügen, findet man auf der webseite des Kultusminsteriums Bremen.

ZuP beschäftigen sich mit folgenden Themenschwerpunkten:

  • Sonderpädagogik
  • Verhaltensauffälligkeiten
  • Leserechtschreibschwäche
  • Dyskalkulie
  • Besondere Begabung
  • Hochbegabung

Das Recht auf Bildung wird nur allgemein angesprochen, ein spezieller Absatz zur Hochbegabtenförderung ist nicht zu finden.

Weiterführende Schulen in Bremen mit spezieller Förderung Hochbegabter

 

Das Alte Gymnasium Bremen ( AG) bietet ein spezielles Förderprojekt, das sich gezielt an die hochbegabten Kinder dieser Schule richtet. Durch ein Mentorenprogramm sollen die Kinder und Jugendlichen in ihren speziellen Belangen gestärkt werden. Die Lehrer erhalten Fortbildungen zum Thema Hochbegabung.

Die Oberschule Koblenzer Strasse ( OSK ) bietet ein integratives Modell insbesondere auch zum Thema Hochbegabung und Migration. Sie wendet sich an Kinder mit besonderer Begabung. Sie arbeitet mit der Grundschule Pfälzer Weg zusammen. Das Projekt wird von der Kargstiftung und der Senatorin für Bildung und Wissenschaft unterstützt.

Das Ökumenische Gymnasium zu Bremen ( ÖG) bietet ein spezielles integratives Förder- und Forderprogramm für hochbegabte und hochleistende Schüler an. Es ist ein staatlich anerkanntes Gymnasium in freier Trägerschaft und wird von der Kargstiftung gefördert. Stipendien  für  Kinder, deren Familien das Schulgeld nicht aufbringen können, sind möglich.